The same procedure as every year?

Jedes Jahr um diese Zeit werden wir mit Jahresrückblicken, Traditionen und Rituale zu innerer Einkehr motiviert, um uns auf das neue Jahr “vorzubereiten”. Die Prognosen – Geber für das neue Jahr haben Hochkonjunktur. Da stellt sich doch die Frage, liebe Leser*innen, wie es wäre, ohne diesen ganzen “Zauber” in das neue Jahr zu gehen? Da kam mir eine Idee:  

Die Geschichte zum Jahreswechsel in Kürze zusammengefasst 

Erst im Jahr 1582 wurde der Jahreswechsel vom 24.12 auf den 31.12 gelegt, an dem Tag, an dem der Papst Silvester im Jahr 335 gestorben war. Seitdem wird der Tag Silvester genannt. Der Name stammt aus dem Lateinischen und wird mit “Waldmensch” übersetzt.  

Das Feiern selbst geht auf heidnische Bräuche zurück. Der 31.12 liegt genau in der Mitte der Rauhnächte (25.12 – 06.1) und die Germanen glaubten, dass gerade in dieser Zeit ihr gefürchteter Kriegsgott Wotan sein Unwesen treibt und mit seinem wilden Gespensterheer durch die Lüfte zog. Um ihn zu vertreiben, machten die Heiden einen mächtigen Lärm. 

Was daraus geworden ist 

Feuerzangenbowle, Silvesterpunsch, Raclette, Fondue und auch die “Berliner” gehören ebenso zu den Bräuchen in Deutschland wie Miss Sophie von “Dinner for one”.  

Um Hinweise auf Ereignisse im neuen Jahr zu bekommen, wurde Bleigießen, Kartenlegen, Pendel oder auch Kaffeesatz lesen als Tradition aufrechterhalten. Die Astrologen haben in dieser Zeit Hochkonjunktur mit den Jahreshoroskopen und Vorhersagen, was uns selbst und die Welt betrifft.  

Es werden Glücksbringer wie Schornsteinfeger, Marzipanschweine, Glückspfennige (Cent) und Kleeblätter verschenkt und/oder die Wohnung damit dekoriert.  

Jahresrückblicke in jeglicher Form werden über die sozialen Medien gezeigt. Egal wo wir hinschauen, irgendjemand hat einen Zusammenschnitt von seinem persönlichen Leben oder von den Ereignissen der Welt vorbereitet.  

Ziele werden definiert. Entweder für sich selber alleine im stillen Kämmerlein oder gar in Kursen oder Workshops – hier wird das Angebot immer breiter.  

Wir werden “bombardiert” mit einem guten Rutsch und ein frohes neues Jahr von jedem, der uns begegnet oder über die sozialen Medien.  

Um Mitternacht treten wir vor die Haustür und knallen und böllern was das Zeug hält, singen und tanzen, umarmen uns und freuen uns auf das kommende Jahr.  

Hochmotiviert – manche auch nicht, weil die Nacht zu lang und der Kater zu groß – stehen wir am nächsten Tag auf und starten in das neue Jahr. Mit all unseren Vorhaben, Zielen und die erhaltenden Zukunftsprognosen.  

Alles wegen einem Jahreswechsel. Einem Tag, an dem das alte Jahr zu Ende geht und ein Neues beginnt. Weiß der Geier, (ja, der weiß das) was sich sonst noch alles in den nächsten Jahren entwickeln wird um dieses Ereignis zu feiern.  

Benötigen wir den „Zauber“ des Jahreswechsels?  

Das Jahr hat 365 Tage und an zwei Tagen nehmen wir es ziemlich genau mit Traditionen und Ritualen.  

Liebe Leser*innen, es macht den Anschein, als würden wir ohne den ganzen „Zauber“ holperig ins neue Jahr “rutschen” und im nächsten Jahr nur so vom Pech verfolgt werden. Als würde unser Seelenheil davon abhängen. 

Menschen, die sonst niemals an den ganzen “Hokuspokus” wie  

  • Geister verjagen, 
  • Zukunftsprognosen, 
  • Astrologie, 
  • Glücksbringer, 
  • Und so weiter, 

glauben, sind an diesen zwei Tagen voll dabei. Vielleicht meinen sie, es fällt nicht auf, wenn es alle mitmachen.  

Dabei können wir alles – bis auf das Feuerwerk – das ganze Jahr über tätigen.  

Wollen wir uns der Gefahr aussetzen und es riskieren, vom Pech verfolgt zu werden?  

Dann doch lieber: The same procedure as every year 

Natürlich darf jeder selber entscheiden, inwieweit er seine Rituale und Traditionen aufrechterhalten möchte.  

Wie in jedem Jahr werde ich mir auf alle Fälle Miss Sophie und James ansehen. Das gehört für mich dazu. Mir würde es komisch vorkommen es nicht zu sehen.  

Nun zu meiner Idee:  

Da es in diesem Jahr keine Knaller und Raketen zu kaufen gibt und unsere Vorräte erschöpft sind, besteht die Gefahr, dass der gefürchtete Kriegsgott Wotan mit seinem Gespensterheer sein Unwesen treibt und bei uns bleiben wird, wenn wir ihn nicht verjagen.  

Wie wäre es – nur so eine Idee – ihn so zu vertreiben, wie die Menschen es vor dem “Zauber des Feuerwerks” getan haben:  

Holt doch Eure Töpfe, Pfannen, Trillerpfeifen, Hupen, Tröten und was ihr sonst noch findet raus. Um Mitternacht machen wir damit einen immensen Lärm.  

Braucht nur 5 Minuten zu sein – wir sollten auch an unsere lieben Tiere denken – doch ich denke, der alte Wotan mit seiner Truppe wird sich schon fürchten und uns für ein Jahr in Ruhe lassen.  

Es klingt für viele verrückt und albern – hey tut es nicht gut ein wenig verrückt und albern zu sein?   

Liebe Leser*innen, ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen MEGA GENIALES Jahr 2022.  

Vielleicht “hören” wir uns um Mitternacht. 

Eure Xenia

Gebt gerne einen Kommentar ab.

Was sind Eure Rituale und Traditionen?

Macht Ihr mit?

2 Kommentare bei „The same procedure as every year?“

  1. Und so stehen wir hier nun, blicken zurück auf das vergangene Jahr und schauen auf das neue, verbunden mit Hoffnungen, Wünschen und guten Absichten.
    Mögest du schöne Erinnerungen des vergangenen Jahres im Herzen bewahren, an den Herausforderungen und Prüfungen gewachsen sein und voller Zuversicht mit Licht und Liebe im Herzen das neue Jahr begrüßen. Zu Mitternacht dann, werde ich deine Idee aufgreifen, mir Topf und Deckel und meine Trillerpfeife schnappen und mit dir ordentlich Lärm machen, damit der alte Wotan mit seinen Truppen gar nicht erst auf die Idee kommt, den Schleier zur Anderwelt zu heben, um bei uns vorbei zu schauen.😃✌️
    Guten Rutsch, liebe Xenia, in ein wundervolles, friedliches, gesundes, erfolgreiches und glückliches, neues Jahr!

    Alles Liebe Dani🤗✨

    1. Kreativgesundheit sagt: Antworten

      Liebe Dani,
      ich danke Dir. Wotan hat sich mit Sicherheit nicht mit seinen Truppen hier niedergelassen…
      Ein schönes, schwungvolles, knuffiges, liebevolles und gesundes neue Jahr wünsche ich Dir.

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