Sei Du selbst – lege die Masken ab

 

Sei Du selbst – „Ja klar bin ich doch“ wird viel gesagt. Doch in der heutigen Zeit ist der Mensch mehr denn je damit beschäftigt, sich anders darzustellen, als er in Wirklichkeit ist. „Sei Du selbst“ bedeutet: Lege die Masken ab, für ein Leben mit innerer Freiheit und bedingungsloser Liebe.

Zu Karneval wird sich verkleidet. Schauspieler werden fürs Theater, Film oder Musical so stark geschminkt, dass es ein Wunder ist, das die Haut noch Atmen kann. Sie schlüpfen in die Verkleidung, spielen eine Rolle und sind für kurze Zeit jemand anderes. Viele verkörpern in dem Schauspiel und zu Karneval das, was sie im alltäglichen Leben gerne sein würden. Sie sind Helden, Ritter, Schurken, Liebende, Narren, Stars und vieles mehr.

Sei Du selbst – doch wozu setzen Menschen sich im alltäglichen Leben eine Maske auf?   

  • Emotionen und Gefühle haben, auch heute noch, wenig bis keinen Platz in der Gesellschaft. Sie werden als unangenehm und störend wahrgenommen. Bei privaten oder beruflichen Begegnungen werden sie unterdrückt. Oftmals wird die heile Welt vorgespielt (auch sich selber gegenüber).
  • Mit einem authentischen Auftreten bekommen viele Arbeitnehmer keinen Arbeitsplatz. Es ist erforderlich, sich selbstsicher und selbstbewusst zu zeigen, damit der Arbeitgeber erkennt, dass der Bewerber dem Leistungsdruck standhält. Bewerbungstrainings helfen dabei, auf jede Frage die richtigen Antworten geben zu können, denn wer zum Beispiel kein Teamplayer ist, sollte es nie zugeben (es sei denn, der Job gibt die Möglichkeit, ohne Team zu arbeiten).
  • So auch auf der Arbeitgeberseite. Auch hier wird ein wunderbares solides und souveränes Unternehmen präsentiert. Kaum ein Arbeitgeber gibt zu, dass Chaos herrscht, die Kollegen bisher noch nicht teamfähig (was auch immer jeder darunter versteht) sind oder das sonst etwas nicht in Ordnung ist.
  • Um eine neue Partnerschaft zu beginnen, wird alles getan, nur um seinen wahren Kern zu verbergen. Wie in der Tierwelt wird um den Partner gebuhlt. Dafür präsentieren sich beide von der allerbesten Seite.
  • Kaum ein Unternehmer würde zugeben, dass im Moment der berufliche Erfolg eine Flaute hat. Er wird sich so geben, als wäre alles wunderbar in Ordnung, das die Kunden scharrenweise in sein Haus kommen und der Umsatz von Monat zu Monat steigt. Jeder Unternehmer ist schon Millionär, wenn den sozialen Medien Glauben geschenkt werden darf.

Das sind nur einige Beispiele, wozu Menschen sich im alltäglichen Leben eine „Maske“ aufsetzen können, nur um nicht „Sei Du selbst“ zu sein.

Sei Du selbst – die verschiedenen Masken die das verhindern

Jeder weiß „Nobody is perfect“ oder zumindest ist der Satz bekannt. Wie die obigen Beispiele zeigen, streben viele Menschen danach perfekt zu sein oder zumindest sich perfekt zu präsentieren. Sie tragen zum Beispiel die Maske mit der Aufschrift:

  • Ich bin Stark und ein Held.
  • Ich bin Selbstbewusst und Selbstsicher
  • Ich kann alles, ich bin am besten.
  • Ich bin die beste Mama, der beste Papa und unsere Kinder sind eh die Besten.
  • Ich bin der beste Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Kollege, Teamplayer, Vorgesetze.
  • Beste Partner, bester Liebhaber.
  • Beste Freund, bester Vereinskollege, beste Sportler.
  • Bester Unternehmer (freiberuflich oder selbstständig)
  • Und so weiter und so fort…

Dann gibt es noch Menschen, die sehr viel Wert auf ihren Berufstitel legen. Sie „plustern“ sich damit auf und bringen ihn bei jeder Gelegenheit voll zur Geltung. Dass sich hinter wohlklingenden Berufsbezeichnungen oft nur einfache Aufgaben und Berufsbereiche verbergen ist egal, Hauptsache es klingt gut. Wer sich noch weiter hervorheben möchte, spricht gerne im „Fachchinesisch“ mit seinen Mitmenschen. Über das wahre Können sagen der Berufstitel und das Fachchinesisch nicht viel aus, doch wird sich weiterhin gerne damit präsentiert.

Liebe Leser, mir ist bewusst, dass die nächsten Zeilen viele nicht wahrhaben wollen, dennoch möchte ich sie nicht unerwähnt lassen.

Wer dem Leistungsdruck nicht standhalten kann, flieht oft unbewusst in Krankheiten. Bitte richtig lesen: UNBEWUSST also ohne Absicht (gibt natürlich auch Ausnahmen). So sind sie vor den Erwartungen, eine bestimmte Leistung erfüllen zu müssen, erst einmal erlöst. Also werden „Masken“ aufgesetzt und Aussagen getroffen wie zum Beispiel:

  • Ich habe Depression, Burn Out, Phobien…
  • Ich bin Schmerzpatient.
  • Ich habe Angst in Menschenmengen, vor Höhe, vor Weite, …
  • Ich habe Rheuma, Gicht oder sonstige Krankheiten
  • Ich bin Esssüchtig, Nikotinabhängig, Alkoholabhängig …
  • Ich habe Rücken (ist wohl der gängigste Satz im Moment)
  • Ich habe Sodbrennen, Magendrücken, Kreislauf…
  • und und und

Es ist unerheblich ob privat oder beruflich, Menschen verstecken sich hinter den „Masken“ ihrer Berufstitel, der Krankheiten oder hinter dem, was sie gerne verkörpern würden.

So laufen auf der Erde viele maskierte Menschen rum. Ganz schön große Bühne unser Planet. Irgendwie lustig und traurig zugleich.

Sei Du selbst – wie kommt es, dass so viele maskierte Menschen rumrennen?

Von Kindesbeinen an, bekommen die Kleinen Sätze, wie zum Beispiel:

  • „Kind, was sollen denn die Nachbarn denken?“
  • „Sei lieb und artig, dann hat Mama/Papa dich lieb“
  • „Immer schön fleißig sein, dann wird was aus dir“
  • „Das tut ein Mädchen, ein Junge nicht“
  • „Das ist so, das war so und es wird immer so bleiben“
  • „Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, tust du, was ich sage“
  • Und so weiter und so fort…

zu hören. Somit wird den Sprösslingen schon beigebracht, sich anders zu zeigen, als sie in Wirklichkeit sind. Wenn sie es dennoch tun, werden sie bestraft mit Stubenarrest, Strafarbeiten oder Sonstiges, weil es den Werten und Normen der Herkunftsfamilie nicht entspricht. Später wird sich im Kindergarten, in der Schule und beim Spielen angepasst, um keinen Ärger zu bekommen.

Unbewusst (Achtung liebe Eltern: UNBEWUSST) wird so dem Kind eine gewisse Grundangst vermittelt, die es bis zum Erwachsenenalter mit sich trägt. Sie glauben daran, nicht in die Werte und Normen ihrer Gesellschaft zu passen, wenn sie sich so zeigen, wie sie wirklich sind. Die Konsequenz ausgeschlossen zu werden und dadurch alleine dazustehen, ist für viele unerträglich. Das haben Eltern selber von ihren Eltern vermittelt bekommen, die es wiederum von ihren Eltern vermittelt bekommen haben und so weiter und so fort. Diese Angst wird das Kind, wenn es selber Kinder hat, unbewusst weitergeben.

Ich nenne es das „Schön – Anpassen – Model“, dass so über Generationen mitschwingt. Sich bloß nicht zu laut, zu leise, zu rechthaberisch, zu lustig, zu traurig, zu wütend, zu… zeigen, vor lauter Angst nicht perfekt genug für ihre Gesellschaft zu sein, und die Angst am Ende alleine dazustehen.

Sei Du selbst – was passiert genau, wenn eine Maske aufgesetzt wird?

Im Laufe des Lebens gesellen sich zu der übermittelten Grundangst unbewusst weitere Ängste dazu. Dabei ist es unerheblich, ob die Angst aus der eigenen Erfahrung entstanden ist oder ob sie von Mitmenschen „übergestülpt“ wurde.

Wichtig ist, zu wissen, dass Ängste selbst gemacht und selbst gewählt sind. Sonst würde jeder Mensch die identischen Ängste besitzen. Um es an einfachen Beispielen zu zeigen: Nicht jeder Mensch hat Angst vor Spinnen, vor Höhe oder vor Menschenmengen.

Um die Ängste zu verbergen, werden Masken aufgesetzt, um sich weiterhin perfekt zu präsentieren.

Maskenträger leben mit einem ewigen inneren Kampf. Ihr Herz möchte etwas anderes Leben als es ihr Verstand mit dem rationalen Denken gestattet. Nach wie vor wird dem Glauben geschenkt, was die Herkunftsfamilie sowie das Umfeld an Werte und Normen mitgegeben hat. An der Grundangst und den weiteren Ängsten wird verbissen festgehalten und somit das Herz in Ketten gelegt. Oftmals wird sich das Ego noch dazu einschalten und bestätigen, dass es sicherer ist, die Masken aufrecht zu halten.

Es kostet unglaubliche Energie, die Maskerade aufrechtzuerhalten, was zu einem regelrechten Leistungsdruck in sich selber führen kann. Der Leistungsdruck kommt nicht von außen, was viele meinen. Der Leistungsdruck ist im eigenen Inneren zu finden.

Dem eigenen Leistungsdruck standzuhalten und gleichzeitig in seiner Energie zu bleiben, wird kein Mensch auf Dauer durchhalten. Doch bevor die Masken abgelegt werden, wird lieber daran festgehalten und vor lauter Verzweiflung entweder der Job gewechselt, ein neuer Partner und /oder neue Freunde gesucht, der Wohnort gewechselt oder der Verein verlassen. Bitte richtig verstehen, wenn vom Herzen her gewechselt wird, dann geschieht dies aus Liebe und nicht aus Verzweiflung.

Diejenigen die mit dem ganzen Maskentheater überfordert sind, unterdrücken ihr wahres Wesen mit Substanzen wie Alkohol, Zuckerprodukte, Zigaretten, andere Drogen, extremen Sport, viel Arbeit, Handys, Computer, Medikamente, Kaufrausch und Ähnlichem.

Ebenso können als Folge physische und psychische Krankheiten auftreten.

Und das nur, weil eine gewisse Grundangst jedem Menschen unbewusst vermittelt wurde, die ein Leben lang aufrechterhalten wird. Eine größere Selbstsabotage kann es gar nicht geben.

Sei Du selbst – und schau mit dem Herzen

Das Herz möchte einfach nur SEIN, das bedeutet so sein dürfen, wie es ist. Es benötigt keine Masken.

Wer vom Herzen her schaut, der schaut morgens in den Spiegel und freut sich, ein hinreisend schönes, liebevolles, einfach wunderbares natürliches Lebewesen zu sehen. Masken benötigen sie nicht, denn sie sind zufrieden, fühlen sich wertvoll leben in Freiheit und in bedingungsloser Liebe.

Wer mit den Augen in den Spiegel sieht, sucht meistens einen Makel, wie ein graues Haar oder einen Pickel. Vielleicht wird noch über die Nase, die Augen oder sonst etwas Äußerliches, wie einen zu dicken Bauch, zu wenig Po oder Ähnliches geschimpft. Oder er geht auf die Personenwaage und oje, noch drei Kilo zum Wohlfühlgewicht fehlen (anhand der Personenwaage sich “wohlfühlen“?). Sie sind unzufrieden mit allem und jedem, haben wenig Selbstwertgefühl und leben in ihrer eigenen Maskerade.

Sei Du selbst – es erfordert Mut seine Masken fallen zu lassen und mit dem Herzen zu schauen

Wenn die Entscheidung getroffen ist, die Masken fallen zu lassen, werden sich eventuell erst Angst und Zweifel melden. Logisch, denn es ist etwas Neues und es wird die Komfortzone verlassen. Zu Anfang wird die Erkenntnis über das wahre Selbst ungewohnt sein. Es entsteht eine neue Lebensweise, es werden neue Möglichkeiten eröffnet, die zuvor nicht für möglich gehalten wurden.

Das ganze Leben kann sich nach und nach ändern:

  • Freunde und Bekannte können sich aus dem bisherigen Leben „verabschieden“. Die Lebenseinstellungen passen nicht mehr zueinander. Doch es werden neue Freunde und Bekannte kommen.
  • Partnerschaften können auseinandergehen, auch wenn beide die Entscheidung treffen, ihre Masken abzulegen. Die Liebe kann erlöschen und woanders wieder aufflammen.
  • Geschäftspartner oder sogar Geschäftsmodelle können sich ändern. Durch ein „überdenken“ können sich neue Möglichkeiten ergeben.
  • Der Job kann nicht mehr zufriedenstellend sein, sodass eine neue berufliche Orientierung vorgenommen wird. Vielleicht auch in einer neuen Branche, wer weiß.
  • Es kann sein, dass die Wohnung oder das Haus zu eng, zu laut, zu groß wird oder in der falschen Stadt ist. Ein Umzug wird möglich sein, der vorher für unmöglich gehalten wurde.
  • Die Sportart oder Ernährungsart kann auf einmal ganz anders ausfallen, da mehr Körperbewusstsein entstanden ist.
  • Vielleicht wird anders über Politik, über Medien, über unsere Herkunftsfamilie oder den Organisationen nachgedacht und geredet.
  • Die Wahrnehmung für sich und das Umfeld wird sich verändern. Auf einmal können Dinge und Situationen die vorher unwichtig waren wichtig sein und umgekehrt.

Eine Veränderung in allen Bereichen trifft selten auf einmal ein. Wenn doch, wunderbar einmal neu sortieren bitte. Es wird sich etwas verändern, darauf sollte jeder gefasst sein.

Doch Veränderungen können nur eintreten, wenn die Vergangenheit losgelassen wird. Je mehr an Traditionen, Routine und an Erfahrungen aus der Vergangenheit festgehalten wird, umso unmöglicher werden neue Erfahrungen stattfinden können. Das Verlassen der Komfortzone wird unabdingbar sein. Ebenso sind Handlungen notwendig, denn alleine mit der Entscheidung werden keine Veränderungen stattfinden.

Sei Du selbst – Was kannst Du tun, um Deine Masken abzulegen?

Der erste Schritt wird sein, die bewusste Entscheidung zu treffen, Deine Masken abzulegen. Sprich sie laut aus, dass hat für Dich mehr Wirkung, als sie nur zu denken.

Der zweite Schritt wird sein, nach Deinem Lippenbekenntnis auch zu handeln. Viele Reden vergessen nur danach zu handeln.

Deine Handlungen:

  • Verzeihe denjenigen die Dich verletzt haben, ganz egal, um was es ging. Für viele hört sich das schwer an, doch ohne diesen Schritt, wirst Du ewig in Deiner Vergangenheit hängen bleiben.
  • Vor allen Dingen verzeihe Dir selber. Du hast es zugelassen, dass Du verletzt wurdest. Eventuell hast Du ebenso Menschen verletzt.
  • Bedanke Dich bei allen Menschen und Situationen, die in Dein Leben getreten sind. Ob sie nun gut oder schlecht von Dir wahrgenommen wurden, es war Deine Entscheidung sie in Dein Leben zu lassen. Diese Erfahrungen kann Dir keiner mehr nehmen, sei einfach dankbar dafür.

Verzeihe und bedanke Dich vom Herzen her. Spreche es innerlich aus und meine es auch so.  Wenn Du später merkst, das es nicht wirkt, fange wieder von vorne an.

  • Öffne Dein Herz, schaue in Dich hinein und fühle, wer Du sein möchtest. Wer Du bist, das weißt Du schon, doch wer Du sein willst, hast Du womöglich noch nicht erkannt. Wenn Du fühlst, wer Du sein möchtest, dann kannst Du eine neue Richtung in Deinem Leben einschlagen.
  • Begrüße das Neue und lade es in Dein Leben ein. Gib Dir die Erlaubnis zu das Neue zu empfangen. Alles ist möglich, alles darf sein. Es wird Überraschungen geben und es wird sicherlich auch einige Tränen bei Verabschiedungen oder auch vor Erleichterung geben.

Fazit: Sei Du selbst – lege Deine Masken ab. Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, je nachdem wie viel Masken aufgesetzt wurden. Wer bereit ist, die Masken mit Humor, Spaß und Freude abzulegen, wird sich als ein zufriedenes liebevolles Lebewesen entdecken, das in innerer Freiheit und bedingungsloser Liebe lebt.   

KreativGesundheit – Empfehlungen zum Thema „Sei Du selbst – lege Deine Masken ab“:

Die KiTE® Methode kann dazu beitragen, die schmerzlichen Lebensereignisse aus der Vergangenheit aufzuspüren und loszulassen. Die Ursache für vorhandene Ängste können erkannt und losgelassen werden. Ebenso kann es zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl verhelfen.

Mit Walking In Your Shoes® kann das Potenzial in einem sichtbar machen. Oftmals wissen wir gar nicht, wie viel Potenzial wirklich in uns steckt. Bei der beruflichen Orientierung kann es hilfreich sein, sich seine Berufung anzusehen. Hierbei wird mit dem Herzen geschaut.

Bei Spirit Movie habe ich Filme entdeckt, die sehr inspirierend sind um die Bedeutung „Sei Du selbst – leg die Masken ab“ zu vertiefen.

Wenn Du Kritik, Anregungen oder Fragen hast oder weitere Informationen benötigst, dann nehme gerne Kontakt mit mir auf:

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Ein Kommentar bei „Sei Du selbst – lege die Masken ab“

  1. […] Lebenseinstellung auftritt, sollte schnell erkannt werden, dass es sich hierbei nur um eine Maske […]

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